Es weint. Myanmar weint.

Ein ganzes Volk wird wieder einmal mit Füßen getreten und die Welt schaut zu, ist bestenfalls empört und denkt schon wieder an etwas anderes.
Es ist wirklich verrückt wie’s auf der Welt zugeht, und man sich doch irgendwie machtlos fühlt. Politische Eliten können/wollen!!/dürfen aus was für Gründen auch immer nicht agieren bzw. eingreifen und interantionale effektive Zusammenarbeit bleibt aus. In Myanmar wie auch an vielen anderen Orten dieser Welt. Schande über uns.

Erstaunlich fand‘ ich beim recherchieren und lesen folgendes: Man findet kaum Informationen die direkt die Bevölkerung betreffen. Wie sie lebt, was sie macht, was sie hat, was sie misst. Komisch.

Und nun, Fakten und Zitate. Direkt und einfach.

zur Wahl:

„Sie benachteiligten die Oppositionspartei NLD und deren Parteiführerin Aung San Suu Kyi“

„Wahlkampf in Myanmar

  • Der Zugang zu Massenmedien wie TV und Radio ist eingeschränkt
  • Parteien stehen nicht mehr als 15 Minuten Sendezeit zur Verfügung
  • Sämtliche Sendeinhalte müssen der Wahlkommission vorgelegt und von ihr genehmigt werden
  • Kritik an der noch amtierenden Militärregierung kann zur Parteiauflösung führen
  • Umzüge auf der Strasse sind verboten“

Myanmars Grundgesetz ver- hindert fairen, politischen Wettbewerb und garantiert stattdessen Machterhalt des Militärs.“

Auch ist das Militär durch eigene Gerichte von der zivilen Gerichtsbarkeit geschützt“

Kandidaten [die zur Wahl antreten möchten] auch ihre Re- gistrierungsgebühr entrichten – umgerechnet 500 US-Dollar, mehr als ein durchschnittliches Jahreseinkommen in Myanmar [zahlen]

zur Situation:

Das Kinderhilfswerk Terre des Hommes geht davon aus, dass fast 80.000 Minderjährige als Soldaten im Einsatz sind“

„Sie [die Kindersoldaten] müssen Dörfer anzünden oder Zivilisten für Zwangsarbeit zusammentreiben.

“ Außerdem ist im Staatsbudget für soziale Wohlfahrt und Gesundheit zusammen weniger als ein Zehntel dessen vorgesehen, was für Militär, Polizei und Geheimdienste ausgegeben wird.“

“ Das jährliche Pro-Kopf-Einkommen beläuft sich auf rund 260 US-Dollar. Gründe hierfür sind der schwerfällige und korrupte Verwaltungsapparat und die hohen Ausgaben für die Armee: Obwohl Myanmar außenpolitisch neutral ist, unterhält die Regierung eine rund 400 000 Mann starke, hoch gerüstete Armee, die überwiegend gegen die eigene Bevölkerung eingesetzt wird.“

„2009 waren […] fast 2200 politische Gefangene inhaftiert; die meisten unter unerträglichen Bedingungen. Viele der Gefangenen litten an körperlichen und psychischen Beschwerden.“

„… 29 Menschen, die nach der Naturkatastrophe durch den Zyklon Nargis im Mai 2008 private Hilfsorganisationen unterstützt hatten, waren auch 2009 noch im Gefängnis, weil die Behörden ihre Aktivitäten als „politisch“ einstufte“

„Die Anzahl der Binnenvertriebenen [von den Regierungstruppen] im Land stieg auf mehr als 500000 Menschen an.“

„Im Oktober 2009 wurden mindestens zehn Personen verhaftet, weil sie Hilfsgelder aus dem Ausland angenommen hatten“

„Die Armee beging im Zusammenhang mit offiziellen Entwicklungsprojekten zahlreiche Menschenrechtsverletzungen wie Rekrutierung zur Zwangsarbeit, Tötungen, Misshandlungen, Beschlagnahme von Land und Eigentum sowie Einschränkung der Bewegungsfreiheit.“

 

Was will man noch ergänzen?

 

wer mehr wissen will:

Hintergrundbericht zu Myanmar

Bericht der Tagesschau

Nargis – Als die Zeit aufhörte zu atmen. Doku über den Tropensturm und seine Folgen 1/2

Nargis – Als die Zeit aufhörte zu atmen. 2/2

http://www.help-myanmar.net/

Länderinformation des Auswärtigen Amtes

Jahresbericht von amnestyinternational

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s