kurz und klug.

Genau das war das Motto am Donnerstag. Denn es war soweit:

(Für alle Unwissenden: Eine nette Abwandlung vom Poetry Slam, ungemein unterhaltsam, nett anzuschauen sowieso und überhaupt und trotzdem einfach gut und so und ihr müsst alle hingehen, wenn das bei euch in der Nähe ist!)

Der Hörsaal war voll wie sonst bei keiner Vorlesung und die Stimmung war spitze… Aber was gaaanz schade war: Es waren nur vier Teilnehmer mutig genug, ihr Forschungsthema allen dummen Menschen witzig, spannend zu erklären. Achja, und eine Band, die keine unpassendere Musik hätte spielen können (das musikalische Talent der Gruppe möchte ich jetzt einfach mal unkommentiert lassen)

Das war geboten:

Nummer 1
Das Härten von Stahl via Pogo-Tanz (Werkstofftechnik). Ca. 10 überaus glückliche und beneidenswerte Männer und Frauen aus dem Publikum mussten hier auf Anweisung des Vortragenden Atome spielen, tanzen, sich ordentlich vor 500 Leuten zum Affen machen und so den eigentümlichen Vorgang des Stahlhärten, darstellen. Das war wirklich verdammt witzig anzuschauen… hätte auch als Walldorfscher Ausdruckstanz durchgehen können.(aber leider nichts neues)… 1. Platz

Nummer 2
Selbstdarstellung auf Facebook (Kommunikationswissenschaft) Tja. Das war eine Enttäuschung. Die jüngste Professorin Sachsens hat es an Einfallsreichtum, Witz und Originalität vermissen lassen (ehrlich gesagt hätte man meinen können, sie hätte nichts von alledem jemals besessen) und zudem noch ein Thema ausgewählt was wirklich keinerlei wissenschaftlichen Anspruch hatte. „Große Facebookfehler“. Als (halbwegs junger) Normalsterblicher brauch‘ ich mir das nicht von der ach so jungen Professorin erzählen zu lassen. Pfui… 3.Platz

Nummer 3
copy & paste in unserer DNA – wie man Krebs heilen kann (Molekulare Zellbiologie & Bioengineering) – Das war ein absolut chaotischer Vortrag über Bioengineering einer Doktorandin des Max-Planck-Instituts. Es war witzig, gefühlt planlos, hektisch und doch hab ich verstanden was sie macht: nämlich copy & paste in unserer DNA (und vielleicht hatte sie auch einen Bonus bei der Bewertung weil sie überdurchschnittlich gut aussah und ebenso sympathisch war. Vielleicht) … 1. Platz

Nummer 4
Ansatz zum therapieren von AIDS (Molekulare Zellbiologie & Bioengineering) Mein heimlicher Gewinner. Das war ein ultimativ witziger Vortrag eines Mitarbeiter des Max-Planck-Instituts über einen genialen Ansatz für eine AIDS-Therapie (und weil mir das fast zu kompliziert ist: hier) Das Herausragende hierbei war die absolut komische Performance am Klavier. Das ganze Erklären war nämlich nur Gedüdel am Klavier und ein, zwei Kommentare. Verdammt witzig – hätt‘ ich mir ja fast in die Hose gepullert … 2. Platz

Scienc Slam

Zur Abstimmung hat jeder ein grünes und ein rotes Knicklicht bekommen. Nachdem dann die vier Teilnehmer alle durch waren war dann Abstimmung angesagt. Die Vorträge wurden einzeln genannt, und dann sollten alle ent weder rot  (pfui, das war blöd) oder grün (jei, das war toll)  hochhalten, bis eine spezielle ultratolle Kamera ein Bild gemacht hat. Eine Software sollte dann die grünen/roten Elemente zählen und auswählen… aaaaber wenn das nun mal kein Informatiker macht, dann klappts nicht 🙂 Lange Rede kurzer Sinn: Nach zwei versuchen wurde die Entscheidung dann durch das Publikum ausgebrüllt und -applaudiert. Wie schon zu Jesus‘ Zeiten.

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