Was macht so ein Ministermensch eigentlich?

Die Frage stelle ich mir ziemlich oft. Die erste Vorstellung, die ich vom Ministeramt habe: bisschen Treffen hier, Unterschrift da, von Mitarbeitern geschriebene Rede hier halten, von Mitarbeitern ausgearbeiteten Entwurf dort vorstellen. Alles in allem: Mehr das Gesicht als das Gehirn. Weisungen kommen von oben, Ratschläge von unten als auch von außen.
Zwischendurch etwas Parteiarbeit, Vorträge und Öffentlichkeitsarbeit. Fertig.

Ich will gar nicht sagen, dass es einfach oder entspannt ist. Aber ich glaube schon, dass es gar nicht mal so wichtig ist, wer denn jetzt ganz oben steht. So austauschbar, wie die Damen und Herren sind, kann Fachwissen ja nicht das entscheidende Kriterium sein.

Deswegen verstehe ich die ganze Aufregung um Ministerpöstchen und das ganze Geschacher im Rahmen der GroKo nicht so wirklich. Klar, die Beteiligten wollen den prestigeträchtigsten Job. Klar, wer abgesägt wird, ist erst mal beleidigt. Aber für den Bruttonormalbürger ist der Minister ja doch irgendwie nur der, auf den entweder geschimpft, oder der gelobhudelt wird.

Mehr als ein besserer Manager mit befristetem Arbeitsvertrag is man da doch nich, oder? Nicht dass Ministerposten unwichtig sind. Nein, nein. Aber die (inhaltliche) Bedeutung wird glaub ich höher bewertet, als sie tatsächlich ist.

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