Russia, what r u doin? Russia! Staaph!

Da das Thema in aller Munde ist, jetzt hier auch von mir kurz ein paar Worte. Und zwar meine persönliche Meinung, wie das ganze in der Ukraine ablaufen wird:

  1. Russland nimmt sich die Krim (wieder).
  2. Spaltung der Ukraine.
  3. Alle sind empört.
  4. Alle rasseln ein paar Wochen mit den Säbeln.
  5. Alle arrangieren sich damit.

Warum ich so denke, ist eigentlich schnell erklärt. Das ist für mich die Alternative, bei der am wenigsten auf dem Spiel steht. Jedenfalls soweit ich das als Außenstehender beurteilen kann. Putin hat schon militärische Kräfte auf die Krim geschickt. Die wird er wohl nicht wieder, wie ein Hund dem auf die Schnauze geschlagen wurde, zurückziehen. Und offensichtlich wollen ja auch gar nicht mal so wenige Bewohner der Krim gerne zu Russland gehören. Die Ukraine scheint (zumindest diesbezüglich) ja sowieso schon gespalten. Die Krim hatte ja bereits den Status einer autonomen Republik, bei der der russische Teil der Bevölkerung gerne die Anbindung an Russland möchte. Die Bevölkerung kann sich also sogar damit arrangieren?

Dabei sind die Mittel der „westlichen“ Staaten sind ziemlich begrenzt. Seien es Wirtschaftssanktionen (haha), Krisengespräche oder total bockige Reaktionen a la „Ich komm nicht zu deinem Vorbereitungstreffen für den G-8-Gipfel“ oder „Ich fahre nicht zu den Paralympics in Sochi“ – das alles wird die russische Regierung aka Putin wohl überaus wenig interessieren. Und eine militärische Intervention will wohl tatsächlich niemand riskieren. Nato vs. Russland wird es (hoffentlich) nicht geben. Und das ist auch ziemlich gut so.

Der Ausgang klingt vielleicht dramatisch, aber gemessen an den Folgen für den Rest der Welt – und das sei explizit gesagt – ist er es wohl nicht. Wie es sich für direkt Betroffene anfühlt, will ich überhaupt nicht bewerten oder gar beschreiben. Wie auch. Auch eventuelle Folgen für einzelne Bevölkerungsgruppen wie zum Beispiel die Tataren der Krim kann ich gar nicht bewerten. Geschweige den von wirtschaftlichen Problemen der Ukraine ohne die Krim.

Es wäre aber ein ziemlich schlechtes Bild für die Zukunft hinsichtlich dessen, was sich Russland erlauben kann und was der Rest der Welt toleriert. Deswegen ist eine „Rückkehr“ zu einer geeinten Ukraine als Brücke zwischen und nicht als Spielball der EU und Russland quasi das Beste was passieren könnte. Darauf arbeiten die mächtigen Damen und Herren dieser Welt sicherlich auch hin. Aber sie könnten sich sicher auch mit einer (z.B. meiner) Alternative abfinden. Aber vielleicht übersehe ich mit meinen marginalen geopolitischen Kenntnissen auch was ganz Wichtiges?

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