BMT @ TU Dresden

So. Jetzt studiere ich ja Medieninformatik (MSc). Und ein Teil des Studiums besteht aus dem Anwendungsfach. Das ist wie ein Nebenfach, nur weniger umfangreich. Insgesamt geht es dabei „nur“ um 12 Leistungspunkte. Damals, vor langer Zeit, als ich wählen musste, was ich denn bitte nehme, stand Folgendes zur Auswahl:

  • Psychologie
  • Betriebswirtschaftslehre
  • Akustik
  • Photogrammetrie
  • Biomedizinische Technik

Da ich mir nichts langweiligeres als die ersten vier vorstellen konnte und gleichzeitig ziemlich an Medizin interessiert bin, war die Entscheidung für mich klar: Biomedizinische Technik (BMT).

awesome!

Ich habe so viel Neues gelernt. So viel Spaß gehabt, Leute kennengelernt und Einblicke in andere Fachbereiche bekommen. Herrlich. Da ich aber auch ziemlich viele Grundlagen aufholen musste, um den Vorlesungen zu folgen, war es auch ziemlich anstrengend. Aber hey, wie gesagt, es hat sich gelohnt.

Das Angebot ist von der Fakultät Elektrotechnik und Informationstechnik, genauer gesagt vom Institut für Biomedizinische Technik. Ansprechpartner war bzw. ist Dr.-Ing. Matthias Rabenau. Er war immer, wie auch alle anderen beteiligten Personen sehr hilfsbereit und supernett. Großes Danke.

Es gibt einen Katalog aus dem man sich Lehrveranstaltungen über 10 SWS zusammensuchen kann. Da ist sehr viel Interessantes dabei. Wichtig ist, dass man frühzeitig mit dem Planen anfängt, da BMT1 und BMT2 nur im WS und SS angeboten werden und gleichzeitig Pflicht sind. Man braucht also mindestens ein Jahr, um das Modul abzuschließen.
Meine Zusammenstellung bestand dann letztlich aus folgenden vier Lehrveranstaltungen:

  • Biomedizinische Technik 1
    (Herz-Kreislauf-Diagnostik, Herz-Kreislauf-Therapie, Intensivmedizin, Beatmungstechnik, Narkosetechnik, Intensivmedizinische Technik, Künstliche Organe/Organunterstützung, Schlafmedizin, Vigilanz- und Stressmonitoring)
  • Biomedizinische Technik 2
    (Radiologische Diagnostik, Nuklearmedizin, Strahlentherapie
  • Biosignalverarbeitung
    (Medizinische Statistik, Artefakterkennung und Elimination, Messkette, Signalerfassung, lineare/nichtlineare Merkmalsextraktion , Klassifikation)
  • Autonome und kooperative Systeme | Therapeutische Gerätetechnik
    (Beatmungstechnik, Herzschrittmachertechnik, Kardiale Assistenzsysteme)

Wie bereits gesagt: alles super. Auch die Prüfungen. Diese waren anspruchsvoll, voll mit Transferwissen und es war wurden wenig Fakten abgefragt. Genau mein Ding. Für BMT1 und BMT2 gab es eine kombinierte Klausur über 2h. Für Biosignalverarbeitung einen unbenoteten Schein für ein Testat über 1h. Autonome und Kooperative Systeme wurde in einer Klausur über 90 Minuten geprüft. Es war alles fair, machbar und der Arbeitsaufwand war angemessen. Jedenfalls, wenn man vom Lernaufwand für die Grundlagen absieht.

Anbei sind noch ein paar PDFs die ich während dem Lernen erstellt habe. Feel free to use it 🙂
Fragen
MRT
Nukularmedizin
Radiologie
Strahlentherapie
01-Fragen-Maschinelle Beatmung
02-Fragen-Maschinelle Beatmung
03-Fragen-Maschinelle Beatmung
04-Fragen-Maschinelle Beatmung
05-Fragen-HSM
06-Fragen-HSM

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Biomedizinische Technik

Hier für alle die „Biomedizinische Technik“ als Anwendungsfach im Master Informatik/Medieninformatik wählen oder gewählt haben:

Das Skript für die Vorlesung BMT2 abstrahiert sowie allgemeine Fragen zu allen Themenkomplexen aus den Vorlesungen BMT1 und BMT2

BMT-2_Nukularmedizin
BMT-2_Radiologie
BMT-2_MRT
BMT-2_Strahlentherapie
Fragen_BMT1-2

Bitte, danke und viel Spaß damit!

PS: Ich kann BMT als Anwendungsfach nur wärmstens empfehlen: Super spanned. Super abwechslungsreich. Super interessant.

Semesterreview #7/#1

Effiziente parallele Algorithmen
Prof. Nagel hat eine super Vorlesung gemacht, leider war es aber irgendwie nur ein kleiner Abklatsch von den Algorithmen die schon in „Algorithmen und Datenstrukturen“ dran kamen. Es wurde nur die Komplexität und eine mögliche Parallelisierbarkeit besprochen. Das wars. Ich dachte eigentlich es würde darum gehen wie man Algorithmen gestaltet damit sie parallel verarbeitbar sind. Oder auf was man achten muss. Tja. Dem war nicht so. Prüfung war entspannt und ok.

Computergrafik I & Wissenschaftliche Visualisierung
Viel Stoff, viel Arbeit, viel Mathe. Hübsch anzuschauen war die beiden Veranstaltungen und interessant auch. Die Vorlesungen decken einen echt breites Themengebiet ab. Teilweise konnte man dem ganzen schwer folgen weil die Folien ziemlich krude und etwas unübersichtlich waren. Vorbereitung hilft dabei. Die Übungen sind so lala. Es wird viel gerechnet und programmiert aber es kam mir so vor, als würde die Aufgaben vor allem Fleißarbeit sein. :/

Biosignalverarbeitung
Ziemlich coole Überblicksvorlesung über Signalverarbeitungsmethoden. Es geht eher um die Signalverarbeitung, Biosignale werden nur in Beispielen genannt. Es werden die Bereiche Extraktion, Vorverarbeitung, Analyse und Klassifikation bearbeitet. War super! In den Seminaren sollten Kurzvorträge über selbst gewählten Themen gehalten werden. Wenig detailreich aber man hat doch ab und an was Neues erfahren. Prüfung war easy 🙂

Biomedizinische Technik
Der erste Teil der Vorlesung, die über zwei Semester geht, beschreibt allerhand Geräte und Verfahren zum Monitoring von Biosignalen, zur Diagnose aber auch zur Therapie mit Hilfe von Biosignalen. Schwerpunkt liegt auf dem kardiovaskulären System aber Prothetik, Anästhesie, Schlafmedizin uvm. werden auch angesprochen. Man lernt dabei echt viel. Die Veranstaltung teilt sich übrigens in zwei Teile. Der erste ist der oben beschriebene und der zweite geht genau auf bildgebende Verfahren ein. Also Röntgen, Ultraschall, usw. Die Brücke zur Informatik muss man allerdings selbst schlagen.

Hauptseminar Software Engineering für ubiquitäre Systeme
Das Hauptseminar war,… joa,… wie so ein Hauptseminar ist. Vorträge, Zwischenpräsentationen, Themen. Paper. Nicht besonderes.